Ohne sie läuft bei AUDIOSERVICE plus buchstäblich kein Werbespot – Petra Thater sorgt dafür, dass alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort landet. Wir haben mit ihr hinter die Kulissen geschaut.
Petra Thater, 60, ist in Dortmund aufgewachsen – und der Stadt bis heute treu geblieben. Nach ihrer Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notariatsgehilfin führte sie ihr Weg durch ganz unterschiedliche Branchen: als Bürokraft im Gartencenter, dann in einem Flüssiggasunternehmen und schließlich beim Radio. Heute ist sie Disponentin bei der AUDIOSERVICE plus GmbH – und bringt dort alles mit, was man braucht, wenn man gleichzeitig kollegial, strukturiert und immer ansprechbar sein muss. Was ihre Kollegen an ihr schätzen: Sie hat immer ein offenes Ohr – und behält dabei stets den Überblick.
Bei Petra läuft alles zusammen – und das ist wörtlich gemeint. Als Disponentin ist sie das Herzstück zwischen Kunden, Mediaberatern und Produktionsstudios: Sie nimmt die Kundenaufträge entgegen, ordnet sie den fertigen Funkspots zu und sortiert alles in die Sendepläne ein. Dabei hat sie immer ein Auge darauf, dass nicht Autohaus hinter Autohaus läuft, denn am Ende muss es für den Hörer klingen, als wäre alles aus einem Guss.
Drei Bildschirme, drei Tastaturen – willkommen beim Radio
Dass sie mal so tief in der Radiowelt landen würde, hätte sie 2003 nicht gedacht. Damals bewarb sie sich bei der AUDIOSERVICE plus, die damals noch WWR hieß, ohne genau zu wissen, was sie dort erwartet. Die einzige Frage ihrer zukünftigen Chefin im Vorstellungsgespräch: „Haben Sie Angst vor Technik?“ Petra verneinte und verstand die Frage erst, als sie an ihrem neuen Arbeitsplatz saß: drei Bildschirme, drei Tastaturen, drei Systeme gleichzeitig. Und die ersten Funkspots kamen noch per Diskette und Post. Heute läuft alles von einem Laptop aus – unkomplizierter, aber nicht weniger anspruchsvoll.
Das Herzstück zwischen Kunde und Sendeplan
Stress? Kennt Petra kaum noch. Nach über zwei Jahrzehnten im Job gilt: Je stressiger es wird, desto ruhiger wird sie. Wirklich ins Schwitzen bringen kann sie höchstens, wenn ein Spot von jetzt auf gleich noch auf Sendung gehen oder kurzfristig geändert werden muss. Ansonsten freut sie sich über jeden Tag, der anders ist als der vorherige.
Die Fäden in der Hand – und fast jede Nummer im Kopf
Ihre Rolle im Hintergrund macht ihr nichts aus – im Gegenteil. „Ich weiß, ohne mich läuft fast nichts, was Werbung angeht“, sagt sie mit einem Schmunzeln. Sie schätzt es, die Fäden in der Hand zu halten und sich selbst organisieren zu können. Was ihre Kollegen ohne sie vermissen würden? „Ich finde für fast jedes Problem eine Lösung und habe fast jede Telefonnummer im Kopf. Und wenn ich selbst nicht helfen kann, kenne ich zumindest jemanden, der es kann.“
Nach Feierabend: Garten statt Sendeplan
Radio hört Petra, aber dosiert. Auf dem Weg zur Arbeit läuft Lippewelle Hamm im Auto, das ist gesetzt. Zuhause schaltet sie bewusst ab. Denn wenn doch mal irgendwo Werbung läuft, ertappt sie sich dabei, im Stillen zu kontrollieren, ob alles stimmt – oder bei fremden Sendern zu überlegen, welche Kunden interessant sein könnten. „Am Wochenende lieber kein Radio, damit ich wirklich abschalten kann.“
Nach Feierabend zieht es sie in den Garten. Petra baut dort Gemüse an und freut sich jedes Mal riesig, wenn sie etwas ernten kann. Wenn draußen nichts mehr wächst, greift sie im Winter zum Pinsel und malt.

